Koka36 ist pleite: Darum stürzt das die
Berliner Konzertbranche in eine neue Krise.
„Wieder ein Berliner Traditionsgeschäft, das verschwindet. Seit 1991 wurde Koka36 in der Oranienstraße 29 für viele Konzertliebhaber dies- und jenseits von Kreuzberg der Tickethändler des Vertrauens. In den letzten Jahren auch online, aber für viele traditionell: analog am Tresen. (…)
Doch Puschen und Gretchen sind längst nicht die einzigen. Nach Informationen der Berliner Zeitung sind auch Astra, Festsaal Kreuzberg, Lido, Bi Nuu und das Wild At Heart massiv betroffen. Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Neben den Clubs trifft es auch Veranstalter ohne festes Haus, große wie kleine.(…)
„Leider ist für die meisten von uns der Vorverkauf elementar wichtig“, sagt Pamela Schobeß, „weil sich teilweise nur darüber absehen lässt, ob sich zum Beispiel eine Tour auch lohnt beziehungsweise wirtschaftlich machbar ist.“ Läuft der Vorverkauf nicht, komme es häufig auch zur Absage der Tour. (…)
Als Einzelunternehmer treffen ihn die 67.000 Euro Koka-Miesen besonders hart. „Aber es wird weitergehen“, sagt er auch. „Es sind keine Shows gefährdet.“ Vermutlich ist man als Konzertveranstalter, Pandemie-Lockdown-gebeutelt, ohnehin krisenerprobt. Sorgen macht sich Oberschelp aber um die größtenteils kleinen und mittelgroßen Veranstalter und Clubs, die nun am Koka-Schlamassel zu leiden haben“ …“
Ein Bericht der BERLINER ZEITUNG






