Kiew in Finanznot: Ukrainischer Premier warnt
vor Verlust westlicher Milliardenhilfen.

"Der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj hat das Parlament zur Verabschiedung mehrerer mit westlichen Finanzhilfen verknüpfter Gesetze aufgefordert.

Die Lage der Staatsfinanzen sei „nahezu kritisch“, schrieb Korezkyj am Montag auf Telegram. Bei weiteren Verzögerungen könne die Ukraine einen erheblichen Teil der für dieses Jahr vorgesehenen internationalen Finanzierung von 29,5 Milliarden Dollar (rund 25,4 Milliarden Euro) verlieren. (...)

Nach Informationen von Bloomberg hat der Stillstand im Parlament bereits die Auszahlung von rund vier Milliarden Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro) an EU-Hilfen verzögert. Die Mittel waren für das dritte Quartal vorgesehen. (...)

Im ukrainischen Verteidigungshaushalt besteht nach Regierungsangaben für dieses Jahr eine zusätzliche Lücke von 27 Milliarden Dollar (rund 23,2 Milliarden Euro). (...)

Die täglichen Kriegskosten seien seit dem Jahr 2024 von 140 Millionen auf rund 190 Millionen Dollar gestiegen. (...)

Ohne die westlichen Hilfen wären jedoch weitergehende Kürzungen kaum zu vermeiden, warnte Korezkyj gegenüber Bloomberg. Der Haushalt lasse sich nicht beliebig ausweiten. Notfalls müssten die Ausgaben auf ein Minimum reduziert werden."

Ein Bericht der BERLINER ZEITUNG.


 

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