Paraguay: Halbe Bevölkerung
vom eigenen Geld ausgesperrt.

„Ein großer Teil der Bevölkerung ohne Zugang zum eigenen Geld?

Das erlebt gerade Paraguay. Dort hatte die Zentralbank am Montag in die Ueno Bank eingegriffen, nachdem die Solvenzquote deutlich unter das gesetzliche Minimum gefallen war.

Die Bank ist pleite. Drei Millionen Kunden – rund 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung – verloren über Nacht den Zugang zu ihren Konten, Karten und Überweisungen. (…)

Der Fall trifft auch die politische Elite des Landes. Präsident Santiago Peña war bis März/April 2025 Aktionär der Holding Ueno. Er ernannte den ehemaligen Ueno-Manager Carlos Carvallo zum Zentralbankchef – das wurde von Beginn an kritisiert.

Carvallo trat auf Peñas Wunsch hin zurück. Acht Führungskräfte, darunter Gründer Miguel Vázquez, wurden festgenommen; die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Unregelmäßigkeiten. (…)

Vor den Filialen bildeten sich lange Schlangen. Die Türen blieben zu, die Polizei stand davor. Menschen weinten, schrien „Devuelvan nuestra plata“ und fühlten sich bestohlen. Eine Frau sagte vor laufender Kamera: „Der Paraguayer ist zu unterwürfig und schweigt – aber jetzt nicht mehr.“ …“

Ein Bericht von TKP.AT.


 

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