Arche-Sprecher warnt vor gescheiterter Integration:
„Wir verlieren langsam die Kontrolle“
"Messergewalt unter Kindern, religiöse Radikalisierung, Drohungen gegen Sozialarbeiter.
Wolfgang Büscher (66), Sprecher des Berliner Hilfswerks „Die Arche“, schlägt Alarm. Nach 25 Jahren Jugendarbeit sagt er: „Wir steuern auf eine Katastrophe zu, die bald nicht mehr zu händeln ist. Wir verlieren langsam die Kontrolle.“ (...)
Büscher berichtet von immer jüngeren Gewalttätern aus seinem Umfeld. „Messer sind für viele Jugendliche nichts Ungewöhnliches mehr. Wir haben bei uns schon Elfjährige mit Stichwaffen erwischt.“ Gleichzeitig beobachtet er einen wachsenden Einfluss streng religiöser Milieus. „Die Jugendlichen gehen von der Arche zurück in ihre Familien und werden dort radikalisiert. Antisemitismus und islamistische Denkweisen sind da teilweise normal. (...)
Viele von ihnen sind nicht mehr demokratisierbar.“ Büscher und seine Arche-Mitarbeiter stoßen täglich an ihre Grenzen: „Im Prinzip bräuchten wir für jeden Geflüchteten einen Sozialarbeiter. Denn irgendwann werden sie sich gegen uns wenden.“ (...)
Im Juni veröffentlichte der Berliner Senat eine Studie zu religiösem Mobbing an Schulen. Befragt wurden 14.000 Schüler. Die Ergebnisse: besorgniserregend. Demnach finden 40 Prozent der muslimischen Neuntklässler, dass religiöse Regeln Vorrang vor Schulregeln haben sollten. ..."






