In Arzt-Praxen und Kliniken:
So viel sollen Patienten künftig selbst zahlen. Grund: Klamme Kassen.
"Ziel von Gesundheitsministerin Nina Warken: Arztbesuche reduzieren, Kosten senken, aber möglichst wenig Leistungen kürzen.
Wie das gelingen kann, sagen die Chefs der Kassenärzte und der Kliniken, Andreas Gassen (63) und Gerad Gaß (62). Beide verlangen u. a.: Patienten müssen künftig mehr aus eigener Tasche dazu bezahlen.
Konkret verlangt Kassenärzte-Chef Gassen (KBV) einen „digitalen Ärzte-Lotsen“. Dieser Lotse soll über die Telefonnummer 116 117 laufen. Dort sollen Patienten beraten und ihre Arztbesuche koordiniert werden. (...)
Außerdem schlägt er eine Kontaktgebühr pro Arztbesuch vor. Sie „könnte wie z. B. in Japan bei drei oder vier Euro liegen und sollte von den Krankenkassen eingezogen werden.“(...)
Kliniken-Boss Gaß (DKG) setzt zunächst auf die geplante Notfallreform (Frühjahr 2026). Patienten sollen dann erst nach telefonischer Beratung ins Krankenhaus kommen. (...)
Gaß verlangt zugleich: Wer ohne vorherige Beratung ins Notfallzentrum fährt, „sollte dafür eine Gebühr bezahlen. Ich finde 30 bis 40 Euro angemessen“. (...)
Dann sollte u. a. die Zuzahlung von Patienten bei Klinikaufenthalten von zehn auf 20 Euro pro Tag steigen. Das bringe den Krankenkassen zusätzlich 800 Millionen Euro/Jahr, so Gaß.
Außerdem müsse die Vorsorge ausgebaut werden. Gaß: „In Kitas und Schulen beispielsweise muss es mehr Sportangebote geben und mehr über gesunde Ernährung unterrichtet werden. Außerdem braucht es rasch eine Zuckersteuer, um Fettleibigkeit einzudämmen.“(...)"






